HALLO VUCA! HALLO KOMMUNIKATION 4.0!

Der Begriff VUCA ist in der Welt, in der wir heute leben, fast zu einem eigenständigen Wort geworden. Tatsächlich handelt es sich bei VUCA um ein Akronym, das sich aus den englischen Wörten Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity zusammensetzt, also Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit. Fragt man Mitarbeiter*innen in vielen Unternehmen nach ihren Eindrücken und ihrem Empfinden hinsichtlich der heutigen Arbeitswelt, lassen sich viele der gemachten Aussagen dabei genau unter diesen vier Wörtern zusammenfassen. Märkte werden in einer noch nie dagewesenen Weise fast täglich durch politische Entscheidungen, neue Technologien und einer stetig rasch voranschreitenden Globalisierung ins Schwanken gebracht. Produkte müssen höhere gesetzliche Auflagen erfüllen und sie werden gleichzeitig aufgrund technischer Entwicklungen schneller obsolet. Es herrscht ein wachsender Preisdruck, der Einkäufer*innen wie Verkäufer*innen zu drastischen, kaum rentablen Preisanpassung zwingt. Dies bleibt nicht ohne Folgen für das Management von Unternehmen, das den sich permanent aus unterschiedlichen Richtungen veränderten Herausforderungen begegnen muss. Strategien müssen angepasst oder komplett verworfen werden, gerade weil sie nicht mehr zum aktuellen wirtschaftlichen Umfeld passen. Von den Mitarbeiter*innen wird beständig mehr verlangt und die geleistete Mehrarbeit dabei oft nicht honoriert. Darunter leidet sowohl das soziale Zusammenleben wie auch die Gesundheit. Parallel hierzu entsteht eine Unsicherheit, die die tägliche Arbeitswelt bestimmt. Berufliche Ängste und Gedanken darüber, wie sich die Zeit nach der Berufstätigkeit finanziell gestalten lässt, lähmen hierbei die Motivation wie die Freude an der Arbeit. Gleichzeitig erleben wir einen gesellschaftlichen Wandel, der sich für viele Menschen zu rasch vollzieht, für andere nicht schnell genug voranschreitet. Hier eine automatische Offenheit für diese Veränderungen einzufordern, die den sozialen Zusammenhalt sowohl auf privater wie beruflicher Ebene bestimmen, ist weder realistisch noch deckt sich dieser Anspruch mit einem Wertesystem wie es vielen Menschen über Generationen hinweg vorgelebt worden ist und wie es noch in vielen Unternehmen praktiziert wird. Die Aufgaben, denen sich die Mitarbeiter*innen heute gegenübersehen, werden stetig komplexer und entsprechen zunehmend kaum noch den vorhandenen und vormals erlernten Kompetenzen. Dabei verändern sich ganze Berufszweige in radikaler Weise und das Erlernen neuer Fähigkeiten wird dadurch erschwert, dass kaum abzuschätzen ist, welches Wissen und welche Fertigkeiten zukünftig erforderlich sein werden. Und oft fehlt auch die Zeit um die eigenen Kompetenzen durch Weiterbildungsmaßnahmen sinnvoll zu ergänzen, auch wenn dies notwendig ist.

Um auf die unterschiedlichen Faktoren angemessen reagieren zu können, die unsere Arbeitswelt in der Industrie 4.0 bestimmen, ist für viele Unternehmen eine hohe Agilität erforderlich. Agiles Handeln setzt voraus, dass grundsätzlich Informationen in strukturierter Weise zeitnah innerhalb des Unternehmens kommuniziert werden, damit aktuell erforderlich gewordene Anpassungen rasch und korrekt von allen zu involvierenden Stellen vorgenommen werden können. Klare, präzise Botschaften sind eine zentrale Voraussetzung bei der Informationsvermittlung. Das Formulieren dieser, wie gerade das Verstehen sind aber oftmals Herausforderungen. In der heutigen VUCA-Welt wird unsere Kommunikation maßgeblich von Mehrdeutigkeit bestimmt. Informationen lassen unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten zu und werden oft anders verstanden als vom Absender intendiert. Zudem werden Aussagen zunehmend auch mit einer hohen Skepsis betrachtet und viele Menschen suchen die Wahrheit hinter der Wahrheit, in dem Ungesagten. Und der gewählte Kommunikationsstil passt oft nicht zur Zielgruppe, die in ihrer Welt eine andere Sprache benutzt. Und in einem globalen Arbeitsumfeld finden sich oft zwei Parteien, von denen keine in ihrer Muttersprache kommuniziert, was das Verstehen der Intention zusätzlich noch erschwert. Mehrdeutigkeit und mögliche Fehlinterpretationen bewirken oft das Gegenteil und können das Arbeitsklima eines Unternehmens stark negativ beeinflussen. Das gilt auch wenn durch die Art der Ansprache ein Mangel an Respekt und Wertschätzung deutlich wird. Oder bei fehlender Ehrlichkeit.

Was Unternehmen gerade in der sich immer schneller veränderten Arbeitswelt benötigen, ist nicht nur einen Weg zu mehr Agilität zu finden, die eine klare Vision des Managements voraussetzt und eine Art der Kommunikation, die von hoher Klarheit und Verstehen geprägt ist. Um der rasch voranschreitenden und dabei unbeabsichtigten Obsoleszenz der eigenen Produkte durch den technischen Wandeln mit neuen Lösungen begegnen zu können und darüber hinaus innovativ und damit zukunftsfähig zu bleiben, braucht es eine neue Art der Zusammenarbeit, bei der aus vernetztem Denken neue Ideen entstehen.

Wir leben und arbeiten heute in einer Welt, die von einer hohen Vernetzung bestimmt wird. Bei unserer täglichen Arbeit in Unternehmen sind wir regelmäßig in Kontakt mit Kollegen*innen in anderen Ländern und wir vernetzen uns innerbetrieblich wie für private wie berufliche Zwecke über diverse Social Media Plattformen. Aber ein hoher Grad an Vernetzung und ein darauf basierendes, stark vernetztes Arbeiten, bedeuten nicht zwangsläufig ein gerade für Innovationen dringend erforderliches vernetztes Denken. Dieses setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus, bei den Mitarbeiter*innen zueinander und gegenüber dem Management. Nur wer sich gut verstanden, respektiert und wertgeschätzt fühlt und wem ehrlich begegnet wird, ist überhaupt erst bereit, eigene kreative Ideenansätze mit Kollegen*innen zu teilen.

Unternehmen, die ihren Mitarbeiter*innen den Freiraum bieten, in dem sie anders als in hierarchischen Strukturen, frei gestalten und eigene Lösungen entwickeln können, erzielen eine höhere Motivation bei den meisten Mitarbeiter*innen. Wer sich und die eigenen Ideen einbringen kann, wird dies verstärkt in einem Arbeitsumfeld machen wollen, in dem neuen Lösungsansätzen vorbehaltsfrei begegnet wird und freies, kreatives Denken wertgeschätzt wird. Gleichwohl werden Mitarbeiter*innen, mit denen in einer ehrlichen und respektvollen Weise kommuniziert wird und die erkennen, dass ihre Anliegen angehört und verstanden werden, viel flexibler auf neue Anforderungen reagieren und gemeinsam Ansätze und Ideen entwickeln wie mit den neuen Herausforderung gut umgegangen werden kann. Innovationskraft setzt die Möglichkeit zur Entfaltung von Potentialen voraus und dies bedingt eine klare Kommunikation.

Ein auf Wertschätzung und Respekt basierter Informationsaustausch, eine klare Sprache, die weniger Deutungsmöglichkeiten zulässt und ein vorbehaltsfreier, ehrlicher Umgang mit allen Beschäftigten über alle Hierarchieebenen hinweg, das sind die zentralen Ziele, die wir gemeinsam mit unseren Kund*innen erreichen möchten. Als Kommunikationsagent*innen haben wir es zu unserer Aufgabe erklärt, unsere Kund*innen bei ihrer Kommunikationsarbeit zu unterstützen und ihnen dabei alle hierfür notwendigen Strategien, Methoden und Werkzeuge zu bieten. Zu diesem Zweck haben wir die KOMMUNIKATION 4.0 entwickelt, ein Konzept das eine Vielzahl an ausgewählten Beratungs- und Trainingsleistungen umfasst, die für sich alleine stehen können, die aber in ihrer Gesamtheit die Lösungswege bieten, die helfen, die Kommunikationskultur innerhalb des Unternehmens wie zu externen Partner*innen so umzugestalten, dass die Informationsvermittlung in einer Weise erfolgt wie dies zur Erreichung der Unternehmensziele zwingend erforderlich ist. Das Konzept KOMMUNIKATIONS 4.0 bildet zugleich eine Leitlinie, wie durch eine geeignete Kommunikation, die Innovationskraft der Mitarbeiter*innen gefördert werden kann. So können die Produkte und Services entstehen, die zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beitragen.

Der zentrale Gedanke und unsere Maßgabe zugleich: der Geschäftsleitung wie den Mitarbeiter*innen neue Gestaltungsspielräume aufzuzeigen und ein vernetztes Denken zu fördern, das kreative Potentiale zur Entfaltung bringt und die Prozesse stärkt, die der Innovationskraft des Unternehmens dienlich sind.

Text: Chris Buse | Concept Communications GmbH

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