„THE QUESTION ISN’T WHO IS GOING TO LET ME; IT’S WHO IS GOING TO STOP ME.“
AYN RAND

BIRTE FRITSCH | GESCHÄFTSFÜHRERIN

(LEBENS)WEGE ZU CONCEPT

 

Wenn man mich fragt, was ich mache, antworte ich stets: alles. Und das ist weder so vermessen gemeint, wie es klingen mag, noch ist es wahr. Doch ist es bestimmt nicht gelogen, denn ist es mein Anspruch an mich, alles zu versuchen. So verrät diese Antwort mehr über meinen Wagemut und wohl auch über meine Kreativität, mit dem was ich habe, alles zu probieren, als dass man in die Verlegenheit kommen könnte, sie erst zu meinen, oder schlimmer noch, ernst zu nehmen.

Während meines Studiums der Romanistik, Germanistik, Philosophie und Komparatistik habe ich vor allem das Privileg genossen, tun zu können, wonach mir der Sinn stand: mich stets kritisch, analytisch und fundiert, aber auch voller Emphase mit den schönen Dingen und klugen Gedanken auseinandersetzen zu dürfen. In meiner Dissertation versuche ich, dies fortzuführen und freue mich an der Möglichkeit, mich über lange Zeit mit einer Frage beschäftigen und daran wachsen zu können, wie auch mein Studium für mich ein Heranwachsen war, eine Zeit, Gedanken und Entschlüsse reifen zu lassen.

Dass ich nicht im Elfenbeinturm wohne, liegt an dem Wunsch, Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen zu leben und zu tragen. Dass ich für Kommunikation brenne, zeigt sich schlicht darin, dass ich zehn Sprachen aus ganz unterschiedlichen Gründen gelernt habe: Pragmatismus; die Hoffnung, eine Literatur in ihrer ursprünglichen Sprache lesen zu können; der Wunsch, andere* besser zu verstehen.

Über interkulturelle Themen, Sprache, Kommunikation und Expat-Trainings kam ich zur Personalentwicklung und habe in diesem Bereich viele Potentiale gesehen. Lebenslanges lernen ist für mich eine Maxime, der ich mich auch persönlich verschrieben habe. Meine Coaching Ausbildung und weitere Berater*innenausbildungen haben mich dorthin geführt, wo ich jetzt bin. In einer Position, in der ich Verantwortung übernehmen und Menschen begegnen kann, die meine Ideale teilen und mit denen ich gemeinsam an ihrer Entfaltung arbeiten kann. Auch das empfinde ich als großes Privileg.

 

NACHGEFRAGT

KREATIVITÄT IST EINER DER GRUNDPFEILER DES KONZEPTS ‚KOMMUNIKATION 4.0‘. WAS HEISST ES FÜR DICH, KREATIV ZU SEIN UND WIE SPIEGELT SICH DAS IN DER ARBEITSWEISE VON CONCEPT COMMUNICATIONS WIEDER?

Für mich persönlich bedeutet Kreativität vor allem, Lösungen zu finden, die denen, die nach ihnen suchen, und ihren Problemen gerecht werden. Kreativität ist somit ein sehr individuelles und wirkmächtiges Instrument, da es dynamisches, synergetisches Denken ist, das vor allem Verknüpfen, Assoziieren, Probieren, Scheitern und (Re)Kombinieren bedeutet. Wer kreativ arbeitet, ist freudig willens darin, etwas zu schaffen, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. So begreife ich Kreativität und so versuche ich sie als Geschäftsführerin von Concept Communications zu leben. Im Team arbeiten wir gemeinsam daran, uns neue Wege und Perspektiven zu erschließen und damit per se keine Lösung auszuschließen. Das kann bisweilen auch sehr anstrengend sein und bedeutet in einer diversen Gruppe ebenfalls, dass man um die Ideen der anderen* zu erfassen zunächst einmal eine gemeinsame Sprache finden muss. Wir haben erlebt, was es bedeuten kann, sich vorbehaltslos aber stets kritischen Geistes zu begegnen und haben große Freude daran, da wir sehen, wie unsere Projekte gedeihen.

 

WAS MUSS DEINER EINSCHÄTZUNG NACH KOMMUNIKATION LEISTEN, UM INNOVATIV ZU SEIN?

Kommunikation kann alles leisten – mittels Sprache erschließen und vermitteln wir Welt(en). Wer in seiner oder ihrer (Unternehmens-)Kommunikation wachsen möchte, sehe sich nur in dieser VUCA-Welt um: So wird durch Digitalisierung und zunehmende Automatisierung unsere Umgebung zwar immer komplexer, doch ist alle Technologie letzthin auch darauf ausgerichtet, zu kommunizieren: Das Internet der Dinge macht, dass mein Kühlschrank mit meiner Waschmaschine spricht, und mir beide Mitteilungen schicken. Das ist verrückt, aber auch die Ankunft der Science Fiction in unseren Leben und damit für viele ein wahr gewordener Traum.

Innovation steckt für mich in einem sich Einlassen auf einen offenen Dialog, in dem neue Ansätze entstehen, wie Lösungen formuliert werden können. Innovation ist gelebte Kreativität und Kommunikation ist der Akt des Findens, Mittelns und Vermittelns. Ohne Kommunikation herrschte (Informations-)Stillstand – sie ist der dynamische Motor unseres Miteinanders und damit des gemeinsamen Fortschritts.