„KEINE SACHE IST SO GUT, DASS SIE NICHT NEU GEDACHT UND BESSER GEMACHT WERDEN KANN.“

CHRIS BUSE | GESELLSCHAFTER-GESCHÄFTSFÜHRER

(LEBENS)WEGE ZU CONCEPT

 

Am Anfang stand für mich der Wunsch, mich mit anderen Menschen auszutauschen. Bereits in frühen Jahren war ich neugierig auf mein Umfeld und die Dinge, die es zu entdecken galt, sei es im Dialog mit sehr unterschiedlichen Gesprächspartner*innen oder durch ein Beobachten wie auch über alle Arten von Literatur die mir die Hände fiel. Spannend für mich war besonders, in mir ganz unbekannte Welten einzutauchen und davon zu erfahren, wie an anderen Orten gedacht und gehandelt wird und was daraus entsteht, ob nun in der Realität oder als Fiktion. Mein Weg führte mich so auch während meines Studiums der Amerikanischen Literaturwissenschaften in die USA, in denen ich leben und studieren durfte und so eine andere Form des Miteinanders auf sozialer, politischer und kultureller Ebene kennenlernen konnte.

Für mich stand in frühen Jahren bereits fest, dass ich ein Unternehmen gründen würde, da ich aus einer Familie von Selbstständigen und Gründer*innen stamme. Von klein auf konnte ich über die Generationen in meiner Familie miterleben, welche Herausforderungen dies mit sich bringt, aber auch die Freude, eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und aus ersten Ideen gemeinschaftlich mit den Mitarbeiter*innen etwas Neues entstehen zu lassen. Aber jedes Handwerk will erst einmal gelernt werden. So arbeitete ich schon während der letzten Jahre meines Magisterstudiums als freiberuflicher Trainer für Firmen im Weiterbildungs- und Personalentwicklungsbereich, zunächst als Englischtrainer und dann verstärkt als Kommunikationstrainer. Hierbei faszinierte mich, wie durch eine Kommunikation, die wertschätzend ist und klare Botschaften vermittelt, Menschen wie auch Dinge in Bewegung gebracht werden. Dann arbeitete ich für drei Jahre als Geschäftsführer in einem fremden Unternehmen zusammen mit einem sehr erfahrenen, älteren Geschäftspartner, der mir als Junior das nötige Rüstzeug vermittelte, wie ein Unternehmen geleitet werden kann. Aber dies stellte nur eine Perspektive für mich dar. Grundsätzlich wichtig erschien mir, Unternehmens- und Mitarbeiterführung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. So war mir damals bereits wichtig, einen auf Wertschätzung und gegenseitigem Austausch basierenden Führungsstil zu entwickeln, der es mir erlaubte, die Anliegen und Potenziale der mir schon in sehr jungen Jahren anvertrauten Kollegen*innen zu erkennen und dabei mitzuhelfen, eine Atmosphäre zu schaffen, die von Zusammenarbeit, Respekt und Achtsamkeit geprägt ist und auf deren Grundlage neue Ideen, gleichwohl aus welcher Richtung, vorbehaltsfrei diskutiert werden können. Gleichzeitig war mir ebenso wichtig, präzise zu analysieren, wie die aktuellen und zukünftigen Bedarfe der Kund*innen sich konkretisieren und welche Neugestaltungen hinsichtlich der von uns angebotenen Produkte und Dienstleistungen sich auf dieser Basis antizipieren lassen. Diese Verfeinerung der Angebotspalette in Kooperation mit den Kollegen*innen aber eben auch mit den Kund*innen war immer sehr spannend.

Daher bestand, als ich die Firma Concept Communications GmbH 2005 gründete, für mich am Anfang der zentrale Wunsch, etwas zu verändern. Dies war auch als Anspruch an mich selbst gerichtet, Abläufe und Vorgehensweisen nicht so zu akzeptieren wie sie sind, und dabei mit meinem Denken und Handeln anzufangen. Damit wir unseren Kund*innen eben nicht nur die Leistungen anbieten können, die zum jeweiligen Bedarf passen, sondern im Rahmen der Beratung und Personalentwicklung einen Mehrwert bieten, haben wir uns als Firma bewusst auf einen wie wir finden sehr wesentlichen Bereich fokussiert, die Kommunikation. Welche konkreten Inhalte und Themen sich hieraus ableiten, das ist für mich als Kommunikationsagent eine aufregende Entdeckungsreise, bei der ich die Arbeit an mir selbst zu keinem Zeitpunkt außer Acht lassen möchte.  Dazu habe ich mich entsprechend weitergebildet und auch bereits zu Firmengründung auf dem Gebiet der Vertriebskommunikation und der Public Relations konstant von einer externen Beraterin begleiten und coachen lassen, bis ich meinen eigenen Stil und das Feld, auf dem ich meine Fähigkeiten am gewinnbringendsten für unsere Kund*innen einsetzen kann, gefunden hatte. Genauso wichtig auf meiner Reise, die inzwischen zu einer Teamreise geworden ist, war es, eine jüngere Co-Geschäftsführerin für uns zu gewinnen, die unser Team und mich mit ihren Talenten, Kompetenzen und vor allem ihrer Innovationskraft unterstützt und die die Philosophie unseres Unternehmens lebt.

 

NACHGEFRAGT

 

WAS BEDEUTET FÜR DICH DER BEGRIFF WANDEL UND WAS VERBINDEST DU DAMIT?

Das Wort Wandel beschreibt für mich einen Veränderungsprozess, der im Idealfall mit einer Erneuerung einhergeht. Dieser Prozess vollzieht sich oftmals ganz natürlich und gerade immer dann, wenn deutlich wird, dass bestehende Strukturen auf längere Sicht nicht mehr zukunftsfähig sind. Für mich ist mit dem Begriff die konkrete Aufforderung verbunden, dem natürlichen Veränderungsprozess nicht nur positiv und offen gegenüberzustehen, sondern den Wandel aktiv mitzugestalten. Dabei gilt es bei mir selbst anzufangen. Erst dann kann ich erwarten, dass auch andere Menschen den Wandel begrüßen.

 

WIE SIEHT IN DEINER AUFFASSUNG DIE ARBEITSWELT VON MORGEN AUS?

Bisher habe ich das große Glück gehabt, als Berater sehr unterschiedliche Unternehmen kennenlernen zu dürfen. Eine zentrale Gemeinsamkeit, die ich bei allen unseren Kund*innen vorgefunden habe, ist die hohe intrinsische Motivationsbereitschaft der Menschen. Meiner Erfahrung nach, sind die Mitarbeiter*innen immer dann besonders motiviert, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, sich in das Unternehmen und in die sie betreffenden Arbeitsabläufe einzubringen. Firmenkulturen und -Strukturen, die klassisch hierarchisch aufgebaut sind, in denen die Arbeit von oben nach unten delegiert wird, also dort wo Mitarbeiter*innen wenige Spielräume für eine freie, kreative Gestaltung der Abläufe gegeben wird, sind dieser Motivation nicht zuträglich. Unternehmen, die sich aber auf die Motivation, die Leistung und die Innovationskraft ihrer Mitarbeiter*innen verlassen können, werden meiner Meinung nach langfristig erfolgreicher sein. Ich bin überzeugt, dass dieser Trend, flache Hierarchien, hoher kreativer Gestaltungsspielraum, nicht nur die Arbeitswelt von morgen maßgeblich mitbestimmen wird. Er sollte bereits heute schon die Art und Weise sein, in der wir für den gemeinsamen Erfolg zusammenarbeiten.

 

WAS IST EIN*E KOMMUNIKATIONSAGENT*IN?

Die Weise, in der wir miteinander kommunizieren, ist stark davon geprägt, wie hoch der Grad an Respekt und Wertschätzung ist, die wir unseren Gesprächspartner*innen entgegenbringen. Das hat eine direkte Auswirkung darauf, wie Informationen aufgenommen und ausgetauscht werden. Ein vorbehaltsfreier, klarer Austausch von Botschaften ist in Unternehmen besonders wichtig, da eine hohe kommunikative Vernetzung die Grundlage für reibungslose und innovative Arbeitsprozesse bildet. Wir verstehen uns als Kommunikationsagent*innen, die Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen während des Aufbaus und der positiven Ausgestaltung von Kommunikationsprozessen unterstützen. Für uns als Kommunikationsagent*innen ist Kommunikation geprägt von Klarheit, Respekt und wertschätzendem Umgang.