„ICH BIN WEDER ATHENER NOCH GRIECHE, SONDERN BÜRGER DER WELT.“
SOKRATES

PATRICK NOGLY | TEAMLEITUNG & PROJEKTMANAGEMENT

(LEBENS)WEGE ZU CONCEPT

 

Nach Beendigung der Schule, entschloss ich mich für einen längeren Auslandsaufenthalt im spanischsprachigen Ausland und die Wahl fiel damals auf Mexiko. In diesem für mich bis dahin fremden Land, geprägt von einer sich mir zumindest im Anfang nicht erschließenden Kultur, wollte ich in erster Linie meine eigenen Grenzen austesten, meinen Horizont erweitern und das Wertesystem, durch das ich sozialisiert und in dem ich aufgewachsen bin auf den Prüfstand stellen; und natürlich wollte ich die Pyramiden sehen. Dies sollte in meiner Vorstellung gerade vor dem Hintergrund der anderen Sprache der ideale Weg sein, den Anforderungen, die eine globalisierte Welt an einen jeden von uns stellt, gerecht zu werden; mal ganz davon abgesehen, das Spanische eine wirklich schöne Sprache ist. Zunächst also galt es mich in diesem fremden Kulturraum zurecht zu finden; ein bisschen so, als ob man ins sprichwörtlich kalte Wasser geworfen würde und einen Weg finden müsste, um nicht unterzugehen und es irgendwie an das rettende Ufer zu schaffen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch völlig ignoriert hatte, war, dass gerade die mexikanische Kultur in ihrer ganzen Vielfalt, gewissermaßen der Rettungsring sein würde, mit dessen Hilfe die neuen Ufer zu den Meinen werden würden. Ich beschloss die Gelegenheit zu nutzen, carpe diem und so, und stürzte mich in jedes Abenteuer hinein. Mal hier, mal dort arbeitend, bemerkte ich recht schnell, dass ich mich dieser vermeintlich fremden und exotischen Kultur deutlich verbunden fühlte, sei es in der Sprache, sei es in Musik und Kunst, der Natur oder den Menschen, ich fand mich in Allem wieder, eine zutiefst bewegende Erfahrung. Die Fremde, war gar nicht so fremd und die Andersheit der mir unbekannten Kultur, empfand ich weniger als bedrohlich denn als bereichernd. Mexiko hatte mich zu einem weltoffeneren, toleranteren und empfindsameren Menschen gemacht, meinen Blick für die, so lernte ich, wirklich wichtigen Dinge des Lebens geschärft. Fremde wurden Freunde, Andersheit wurde Gemeinsamkeit, ihre Kultur wurde zu meiner Kultur. Kurz um, ich wurde zu Diogenes‘ Weltbürger. Wieder in Deutschland angekommen, verwirklichte ich meinen Jugendwunsch und begann Philosophie und erst Romanistik, später dann Hispanistik zu studieren. Beide Wissenschaften halfen dabei, diesen gerade erst geschärften Blick auf mich und die Welt stetig zu erweitern, zu verändern und bewusst zu gebrauchen. Erst die wissenschaftliche Unterfütterung der Erfahrungen, die ich machen durfte, ermöglichte es mir, konkrete Handlungsweisen und -Konzepte daraus abzuleiten, die dazu geführt haben eben selbige auch anderen zu vermitteln und dabei zu unterstützen den Blick für das Wesentliche zu schärfen, ihre Erfahrungen als Möglichkeiten, ihre Ängste als Chancen zu begreifen.

NACHGEFRAGT

 

WAS HEISST ES FÜR DICH IN EINER VUCA-WELT ZU LEBEN UND ZU ARBEITEN?

In einer VUCA-Welt zu leben und zu arbeiten bedeutet für mich vor allem die Bereitschaft sich anzupassen, stets auf Neues mit Neugierde zu reagieren und mein Wissen und die mir zur Verfügung stehenden Informationen auf ihre Relevanz und Tragfähigkeit hin zu befragen. Dabei glaube ich, ist es ungemein wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und durch kritisches Denken, einen geeigneten Weg zu finden, der mich sicher durch das Chaos unserer schnelllebigen und reizüberfluteten Welt führt.

 

WARUM ARBEITEST DU BEI CONCEPT COMMUNICATIONS?

Ich habe mich entschieden für Concept Communications zu arbeiten, weil es ein Unternehmen ist, das mir die Möglichkeit gibt, mein Wissen und meine Interessen einzubringen, das sich dem wie ich finde, äußerst spannenden aber gleichzeitig auch unsagbar komplexen Thema der Zukunftsfähigkeit der Arbeitswelt und nicht zu Letzt der Gesellschaft in der wir leben, angenommen hat; das es mir ermöglicht diesen Prozess, diese Veränderungen aktiv mit zu gestalten und in dem Toleranz, Offenheit und Respekt nicht bloße Floskeln, sondern gelebte Werte sind.